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Impulse für März 2026 (Auszug aus LB 10-1969 von Joel S. Goldsmith)

Der Zweck der Heilbehandlung 

Der Zweck unserer Behandlung oder betrachtenden Meditation ist nicht die Behandlung unseres Patienten. Diese besteht vielmehr darin, dass wir uns selbst der Wahrheit dieser Prinzipien versichern und wiederversichern, bis wir in unserem Bewusstsein so emporgehoben sind, dass wir es mit einem „Vater, nun liegt es an Dir“, bewenden lassen können. Dann warten wir, manchmal Sekunden, manchmal Minuten, bis wir in uns jene Anwesenheit spüren – eine Antwort, eine Erleichterung oder vielleicht sogar eine Botschaft, und dann wissen wir, dass Gott auf dem Plan ist. Es ist nicht unsere Behandlung, die Gott auf den Plan gerufen hat, sondern unsere Behandlung hat uns in unserem Bewusstsein so emporgeragten, dass wir für die Anwesenheit Gottes aufnahmefähig werden. Diese göttliche Anwesenheit war immer da, doch vermochten wir Sie in unserem Geist nicht aufzunehmen.

Glauben wir nicht, dass unsere Gebete oder Behandlungen irgendeinen Einfluss auf Gott hätten. Wir selber werden vielmehr durch sie beeinflusst. In dem Maße, wie wir mit diesen Grundprinzipien arbeiten und zuerst den Irrtum von der Person lösen und ihn dann als nichts erkennen, befreien wir uns von unserer Furcht. Wenn wir keine Angst mehr vor Bazillen, Wetter, Klima oder Nahrungsmitteln haben, wenn wir nicht mehr Bomben oder Tyrannen oder gar „den Menschen, der Odem in der Nase hat“ oder den Zustand dieses Menschen fürchten, so deshalb, weil wir eine wirkliche Gemeinschaft mit Gott erlangt haben und in unserem Innern die göttliche Vergewisserung empfingen, dass diese Dinge keine Macht darstellen. „Fürchtet euch nicht. Mit ihm ist ja nur ’ein fleischlicher Arm’, mit euch aber ist Gott der Allmächtige – alle Macht, die einzige Macht.“ Wenn Gott alle Macht hat, dann haben „der Fremden Heere“ keine Macht. Wenn Gott alle Macht ist, sind Sünde, Krankheit und Tod keine Macht.

Dies bedeutet nicht, die Wahrheit zur Überwindung von irgendetwas zu gebrauchen. Es heißt, sie anzuwenden, um sich selbst zu der Erkenntnis zu führen, dass es keine andere Macht zu fürchten gibt. Wir brauchen uns nur die Erkenntnis des Immanuel zu eigen zu machen, Gott mit dir, die Erkenntnis, dass alles Böse seinen Ursprung hier in dem allgemeinen Glauben der Welt hat, und da dieser unpersönlich ist, gibt es keine Person, in der, auf oder durch die er wirken könnte.

Wenn wir dies lange genug geübt haben, werden wir merken, dass wir in einen Bewusstseinsstand erhoben worden sind, der zur Gemeinschaft mit Gott geführt hat, und das bedeutet, dass wir aufnahmefähig für die „stille sanfte Stimme“ geworden sind, für das Gefühl einer Gegenwart im Innern. Das ist alles, was nötig ist, denn „wo der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit“. Und diese Freiheit betrifft alle, die sich in unserem Bewusstsein einstellen.

Geben wir nie einem Menschen eine Behandlung oder nehmen ihn in unsere Meditation auf. Vergessen wir, wer sich an uns um Hilfe gewandt hat. Wenden wir uns an die Anwesenheit des Vaters im Innern! Und wenn wir uns dann diese besonderen Grundprinzipien ins Gedächtnis rufen und sie für uns wiederholen, dann kommen wir soweit, dass wir die Erscheinungsformen, die uns entgegentreten, nicht mehr fürchten. Wir können keinen Irrtum mehr hassen oder fürchten, denn nun wissen wir selbst, dass er in und aus sich selbst keine Macht, sondern nur eine Vorstellung ist.

 

Das mystische Bewusstsein sucht nicht nach einer Gottesmacht

 So kommt schließlich für uns eine Zeit, in der wir in der Verwirklichung der Gewaltlosigkeit leben und dadurch zur mystischen Gewahrwerdung gelangen. Wenn wir nicht mehr nach einer göttlichen Macht für irgendetwas suchen, befinden wir uns auf der höchsten Stufe mystischen Bewusstseins, in dem Bewusstsein des Heilers und Lehrers und noch einen Schritt darüber hinaus. Wenn wir den Bewusstseinszustand, der im 23.Psalm offenbart wurde, erlangt haben und ehrlich sagen können: „Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln“, dann sind wir aus dem metaphysischen in das mystische Bewusstsein hinübergegangen.

Wenn wir uns nicht mehr um Versorgung an Gott wenden, sondern erkennen, dass es einen Gott gibt, dessen Wesen Liebe ist und dessen Wohlgefallen es ist, uns das Reich zu schenken, können wir ruhen; denn solange Gott unser Hirte ist, ist es gar nicht möglich, dass uns irgendetwas mangelt. Das ist das mystische Bewusstsein.

Wenn wir, sobald uns eine Klage vorgebracht wird, nicht unruhig im Geiste nach einer göttlichen Macht Ausschau halten, damit sie in dieser erschreckenden Lage etwas tue, nähern wir uns dem Christus-Bewusstsein.

Wir können das Christus-Bewusstsein bei uns selbst und anderen daran erkennen, dass Es nicht von Problemen verwirrt wird. Es wendet sich einfach von ihnen ab und sagt: „Was hindert dich? Öffne deine Augen.“

Kein Zeichen, dass nach einer Macht gesucht wird, damit sie das Böse abwende. Christus-Bewusstsein ist ein Bewusstsein, das seinen Urgrund und seine Wurzel in Gott hat als der Allgegenwart, der Allwissenheit und der Allmacht. Es braucht dem Allwissenden nichts zu sagen. Es braucht die Allmacht nicht anzurufen, weil es nichts gibt, gegen das man sie einsetzen müsste.